Unternehmen / Finanz

Abschied von der zweitteuersten Aktie der Schweiz

Analyse | Die Privatbank Edmond de Rothschild will zu einem Kaufpreis über Buchwert die wenigen Publikumsaktien von der Börse nehmen.

Edmond de Rothschild soll von der Schweizer Börse verschwinden. So will es die Familie von Verwaltungsratspräsident Benjamin de Rothschild, die heute bereits über 90% der Aktien der Genfer Privatbank hält.

Gemäss der Voranmeldung des öffentlichen Kaufangebots kontrolliert die Dachholding 97,74% der Stimmrechte und 93,72% des Aktienkapitals der Bank. Bei solch einem geringen Streubesitz von rund 6% stellt sich schon lange die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Kotierung.

Die Zustimmung der Generalversammlung am 26. April zum Vorhaben gilt somit als sicher. Rothschild bietet für die noch rund 5500 Publikumsaktien einen Preis von 17’945 Fr. pro Titel. Dies umfasst die Dividende für 2018 von stolzen 2445 Fr. pro Aktie (Vorjahr: 835 Fr.). Die Bank schüttet damit fast den kompletten Jahresgewinn 2018 aus. Nach Abzug der Dividende ergibt sich ein Preis je Titel von 15’500 Fr.

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