Unternehmen / Finanz

EFG arbeitet besser als erwartet

Analyse | Die Privatbank profitiert von starkem Neugeldwachstum und vorteilhaften Märkten. Die Aktien sind ein Kauf.

EFG International hat den Moment auf ihrer Seite. Die Privatbank hat im zweiten Halbjahr das Tempo erhöht und mit ihrem Zahlenset für das vergangene Jahr die Erwartungen der Analysten übertroffen. Mehr Gewinn trotz weniger Ertrag, deutlich bessere Kosteneffizienz, beneidenswerte Ausgangslage für das laufende Jahr. Die Anleger haben die positiven Nachrichten am Mittwoch gewürdigt und den Aktienkurs um zwischenzeitlich fast 6% nach oben getrieben.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. EFG hat die Kosten nach Ausbruch der Coronapandemie stärker reduziert als erwartet. Im zweiten Halbjahr sanken sie gegenüber dem ersten 9,2%, auf das Gesamtjahr betrachtet liegen sie bereinigt 5,2% unter Vorjahr. Tiefere Vergütungen für Kundenbetreuer und geringere Rekrutierungskosten gaben den Ausschlag. 2021 sollen die Kosten weiter sinken, Finanzchef Dimitris Politis rechnet als Startpunkt für das laufende Jahr mit einem Mittel zwischen den Gesamtkosten 2020 und den deutlich tieferen annualisierten Kosten des zweiten Halbjahrs.

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