EFG International lieferte Investoren zuletzt wenig gute Gründe für einen Kauf. Das Geschäft für Vermögensverwalter ist schwierig, tiefe Zinsen drücken auf die Margen. Dazu kommen noch die momentanen Verwerfungen an den Finanzmärkten durch das Coronavirus. Seit Jahresbeginn haben die Valoren der 1995 gegründeten Privatbank rund einen Viertel ihres Wertes eingebüsst. Zum Vergleich: Der marktbreite SPI hat im selben Zeitraum 12,4% verloren.

Turbulente Jahre

Die schwache Kursentwicklung ist jedoch auch darauf zurückzuführen, dass der Vermögensverwalter in den Jahren zuvor vor allem mit sich selbst beschäftigt war. Die Integration der 2016 übernommenen Tessiner Bank BSI erwies sich als turbulent. Die Bank hatte im Zusammenhang mit dem Korruptionsfall um den malaysischen Staatsfonds 1MDB gegen das Geldwäschereigesetz verstossen. Dies war zwar vor der Übernahme durch EFG geschehen, führte allerdings dazu, dass mehr Kunden als erwartet in den vergangenen drei Jahren ihre Gelder von der Privatbank abzogen. 2019 hat EFG zum ersten Mal seit der Übernahme wieder einen positiven Netto-Neugeldzufluss von 5,2 Mrd. Fr. verzeichnet.

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