Unternehmen / Finanz

EFG muss sich strecken

Analyse | Die Privatbank hat ein ansprechendes Resultat abgeliefert. Um die Ziele zu erreichen, muss aber weiter gespart werden.

Ganz zufrieden mit dem Geschäftsverlauf kann EFG International nicht sein. Im Gegensatz zu anderen Banken ist es der Privatbank im ersten Halbjahr nicht gelungen, von den Coronaturbulenzen zu profitieren. Zwar hat sich der Neugeldzufluss im ersten Halbjahr besser entwickelt als erwartet. Ertrag und Gewinn sind jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der tiefer als erwartet ausgefallene Ertrag von 563,7 Mio. Fr. (Vorjahr: 555,8 Mio.Fr.) ist nicht zuletzt dem Geschäftsmodell der Privatbank geschuldet. Während andere Banken von der gestiegenen Volatilität an den Finanzmärkten profitierten, ist EFG traditionell weniger stark in Handelsaktivitäten involviert. Mit dem Resultat, dass die Bank während der turbulenten Wochen im März «etwas gelitten hat», wie CEO Giorgio Pradelli sagt. Verluste und geringere Erträge an den Märkten führten zu Einbussen durch die Covid-19-Pandemie in der Höhe von 10 Mio. Fr. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?