Unternehmen / Konsum

Ehemalige Nestlé-Sparte soll an die Börse

Medienberichten zufolge sind bei Galderma derzeit Gespräche im Gang über einen möglichen Börsengang im nächsten Jahr.

(AWP) Der Hautpflegespezialist Galderma strebt offenbar an die Börse. In einem Bericht der britischen «Financial Times» vom Montag wird als möglicher Zeitpunkt die erste Hälfte des nächsten Jahres genannt.

CEO Flemming Ornskov habe gegenüber der Zeitung erklärt, dass Galderma und seine Eigentümer die strategische Planung nach zwei Jahren des starken Wachstums, das zum Teil der Covid-19-Pandemie zu verdanken sei, beschleunigt hätten.

Galderma wurde 2019 aus Nestlé (NESN 115.50 +0.00%) ausgegliedert und von einem Konsortium unter der Leitung des Private-Equity-Hauses EQT, dem auch die GIC aus Singapur und die Abu Dhabi Investment Authority angehören, für 10 Mrd. $ übernommen.

Laut dem Artikel wurde Lazard zum federführenden IPO-Berater ernannt, während Goldman Sachs (GS 334.68 +0.00%), Morgan Stanley (MS 86.03 -0.12%) und Credit Suisse (CSGN 5.37 +2.17%) als gemeinsame Koordinatoren fungierten. Die Bank of America (BAC 33.49 -1.38%), BNP Paribas (BNPp 48.51 -1.04%), Citi, Jefferies und UBS (UBSG 15.80 +1.58%) seien die Bookrunner. Die Banken gingen davon aus, dass eine Bewertung von 22 Mrd. $ möglich sei. An welcher Börse der IPO stattfinden könnte, dazu gibt es in dem Artikel hingegen keine Angaben.

Galderma ist derzeit nach wie vor von einem Portfolio historischer Produkte abhängig. Viele Patente laufen allmählich aus. Stagnierende Gewinne und eine dünne Pipeline an neuen Produkten waren die Hauptgründe für die Entscheidung von Nestlé, das Unternehmen abzustossen.