Die Schweizer Legehennen waren 2019 in Hochform: Erstmals legten sie gut 1 Mrd. Eier. Bei einem Bestand von 3,1 Mio. Legehennen entspricht das einer Legeleistung je Henne von durchschnittlich 323 Eiern. Im Vergleich zum Jahr 2000 ergibt sich eine Zunahme der inländischen Eierproduktion um 46%. Die Legehennen lebten in gut 11 000 Betrieben, knapp zwei Drittel in den 198 Betrieben (2%) mit 4001 bis 18 000 Hennen. Das verbleibende Drittel verteilte sich auf die gut 98% kleineren Betriebe. So hoch die Zahl der produzierten Eier auch erscheinen mag, so wenig reichte sie aus, um den inländischen Bedarf zu decken. Dazu brauchte es zusätzlich 587 Mio. importierte Eier. Mit gut 1,6 Mrd. verbrauchten Eiern ergab sich ein Pro-Kopf-Konsum von gut 184 Eiern pro Jahr, was pro Tag im Durchschnitt also rund einem halben Ei entspricht. Gemessen am Vorjahreswert ­resultierte eine Zunahme von rund drei Eiern pro Kopf, auf den höchsten Verbrauch seit 2001. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz recht weit zurück. Den höchsten ­Pro-Kopf-Konsum erreichte (2018) Singapur mit 358 Stück. Die Schweiz lag unter dem EU-Mittelwert. Es bleibt zu hoffen, dass die hiesigen Hennen ihre für Schweizer Verhältnisse hohe Produktion im ersten Quartal halten konnten. So sollte einem fröhlichen österlichen «Eiertütschen» auch in schwierigen Zeiten nichts im Wege stehen.