Märkte / Anleihen

Eigenkapitalquote der SNB sinkt

Peter Kuster

Die Bilanzsumme der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist im Dezember gemäss dem jüngsten «Statistischen Monatsheft» gegenüber November zwar weiter geschrumpft. Der Rückgang von 11 Mrd. Fr. ist Bewertungsverlusten auf den Devisenreserven geschuldet. Doch mit 270 Mrd. handelt es sich gleichwohl um den höchsten Jahresendwert in der SNB-Geschichte.

Auf der Passivseite haben sich nach dem Abbau seit dem Höchst im Mai 2010 auf über 100 Mrd. die Girokonten inländischer Banken deutlich erhöht, was mit dem Ultimo zu tun hat. Sie nahmen innert Monatsfrist von 24,4 Mrd. auf 38 Mrd. Fr. zu. Dem Anstieg der monetären Basis (Notenumlauf plus Girokonten) steht eine reduzierte Abschöpfung im ganz kurzen Bereich gegenüber. Der Bestand an Reverse Repos halbierte sich auf 13 Mrd. Der letzte Woche angekündigte Rekordjahresverlust führt dazu, dass die ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) der Notenbankbilanz auf ein Vieljahrestief von 15,7% fällt.Präsident Philipp Hildebrand erinnerte am Donnerstag vor dem Club of Rome in Zürich daran, dass Zentralbanken keine normale gewinnstrebende Unternehmen sind. Er verteidigte die massiven Devisenkäufe im Frühling 2010 mit Verweis auf Europas Schuldenkrise. «Schulden zu machen ist kein Recht, sondern ein Privileg, das von den Kreditgebern gewährt wird, aber auch wieder entzogen werden kann.»PK

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