Märkte

Währungsmanipulation: absurder, hartnäckiger Vorwurf

Die USA bezeichnen die Schweiz als Währungsmanipulator. SNB baut auf sachliche Argumente.

Die letzte geldpolitische Lagebeurteilung des Jahres wurde für die Schweizerische Nationalbank unerwartet zum Krisengipfel. Nur einen Tag zuvor hatte das US-Schatzamt die Schweiz zum Währungsmanipulator erklärt und dabei die SNB als Urheberin der Devisenmarktinterventionen an den Pranger gestellt. Die Ergebnisse der Direktoriums­sitzung gerieten daraufhin in den Hintergrund. Sie lassen sich kurz zusammen­fassen: Die Nationalbank hält an ihrem bisherigen Kurs fest.

Den Negativzins belässt sie auf –0,75%. Sie wird den Banken im Rahmen der Covid-Refinanzierungsfazilität weiter grosszügig Liquidität zur Verfügung stellen. ­Wegen der Eindämmungsmassnahmen gegen die Pandemie hat sie die Inflationsprognose für 2021 minimal auf 0% gesenkt. Die Realwirtschaft wird, nach einem Rückgang um 3% in diesem Jahr, 2021 um 2,5 bis 3% zulegen. Die Teuerung bleibt trotzdem sehr verhalten. Am Ende der Berichtsperiode, im dritten Quartal 2023, wird sie nur 0,5% ausmachen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?