Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Index-Fokus
Märkte / Aktien

Nikkei ist ein Aktienindex mit Schwachstellen

Nikkei 225: Im Gegensatz zum stattlich bewerteten US-Aktienmarkt erscheint das japanische Börsenbarometer Nikkei 225 nicht übermässig teuer. Einzelne Titel können den Index jedoch stark verzerren.

Weltweit notieren zahlreiche Aktienindizes – darunter etwa der S&P 500 – nahe ihrer Rekordmarken. Eine prominente Ausnahme bildet der Nikkei 225: Trotz der deutlichen Kurs­avancen, die Premierminster Shinzo Abes expansive Geldpolitik ab 2012 ausgelöst hat, ist der japanische Leitindex weiterhin über 100% von seinem Höchst entfernt. Im Dezember 1989 hatte der Index bei 38 915,87 seinen Peak markiert – nur um danach abzustürzen und in eine jahrzehntelange Stagnation einzutreten.

Erstmals wurde der Nikkei 225 im September 1950 publiziert. Obwohl er noch immer zu den bekanntesten Indizes der Welt gehört, wird seine Aussagekraft durch eine spezifische Eigenschaft geschmälert: Während viele Börsenbarometer wie der S&P 500 oder der SMI die Mitglieder nach Marktkapitalisierung rangieren, sind die Titel im Nikkei 225 – ähnlich wie im Dow Jones Industrial – nach dem Kurs gewichtet. Einzelne «schwere» Aktien können den Index also über Gebühr beeinflussen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?