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Ein Amerikaner in DavosGalerie Wazzau zeigt Sam Francis

Christian von Faber-Castell

Der 1994 verstorbene Botaniker, Mediziner, Psychologe und Maler Sam Francis gehört zu den Ausnahmekünstlern des 20. Jh. Erst 25-jährig nach einem Flugzeugabsturz zur Kunst gelangt, entwickelte er eine ausdrucksstarke abstrakte Malerei, die sowohl unverwechselbar als auch schlicht schön ist, ohne banal zu sein.

In ihrer Winterschau zeigt die Davoser Galerie Iris Wazzau eine Auswahl von zwanzig Gemälden und Papierarbeiten von Sam Francis aus der Zeit zwischen 1960 und 1990. Für einen in den Museen der Welt vertretenen Grosskünstler seiner Marktstellung erscheinen ihre Preise ausgesprochen vorsichtig angesetzt. Die 1975 entstandene monumentale Farbkomposition «SF75-069» (Acryl auf Papier, 213×91,5 cm) ist mit einem Preis von 320 000 Fr. bereits die teuerste Arbeit der Ausstellung. Dagegen ist die Aquarell- und Acrylmalerei «SF64-585» (74×59 cm) von 1964 bereits für 38 000 Fr. zu haben. Die Wertbeständigkeit und die Aussichten auf einen künftigen Wertzuwachs seiner Arbeiten werden durch die bis in den Fernen Osten reichende globale Breite seiner Sammlerschaft gestützt. Lange vor der aktuellen asiatischen Kunstmarkthausse lebte und arbeitete Sam Francis nämlich während mehrerer Monate in Japan. Galerie Iris Wazzau, Davos-Platz, Tel. 081 413 31 06, www.wazzau.com, bis 7. April 2012, vom 21. bis 30. Januar geschlossen. CFC

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