Wie lässt sich der Wert einer Marke – Name und Auftritt eines Produkts oder eines Unternehmens – bemessen, in Dollar? Die New Yorker Beratungsgesellschaft Interbrand, spezialisiert, eben, auf «Brands», hat dazu eine ausgeklügelte Methodik entwickelt und legt jedes Jahr eine Rangliste der hundert nach ihrer Einstufung wertvollsten Marken vor. Die Berechnung basiert auf einer Finanzanalyse (Economic Value Added), einer Nachfrageanalyse (um den Anteil der Marke am EVA zu ermitteln); zudem wird die Diskontrate durch das spezifische Markenrisiko definiert. Kombiniert ergibt sich der Gegenwartswert des künftigen Markenertrags. Wie exakt auch immer diese Wissenschaft am Ende sein mag – der Befund überrascht nicht: Die vier amerikanischen Tech-Titanen sind, plausibel, am wertvollsten: Apple (AAPL 146.27 -0.34%) deutlich vor Amazon (AMZN 3'646.27 +0.55%); Google und Microsoft (MSFT 289.87 +1.16%) nahezu ex aequo. Amazon (+60%), ­Microsoft (+53%) und Apple (+38%) haben den Markenwert im vergangenen Jahr deutlich gesteigert, das spiegelt den Treibereffekt der Pandemie im Prozess der Digitalisierung. Instagram ist erstmals unter den Top hundert, gleich auf Rang 19; weiter hinten geben auch YouTube (30) und Zoom (100) ihr Debüt. Schweizer Namen finden sich unter den hier aufgelisteten Top 25 nicht; immerhin ist die Produktmarke Nescafé mit 14 Mrd. $ auf Platz 38 und der Brand des Mutterhauses Nestlé (NESN 113.98 -0.47%) mit 10 Mrd. $ auf Rang 63.