Unternehmen / Schweiz

Diese Aktien könnten den SMI neu beleben

Ein neuer Leitindex könnte den Aktienmarkt ausgewogen repräsentieren und als solide Anlagebasis dienen.

Ohne das massive Übergewicht der grossen drei – Nestlé, Novartis und Roche – wäre der SMI einfach schöner. Er hätte Platz für viel mehr dynamische Firmen, vor allem aus der produzierenden Industrie, aber auch aus anderen Branchen. Der neue SMI enthielte deutlich mehr als zwanzig Valoren, keiner hätte über 6 bis 7% Gewicht. Dieser neu komponierte Index wäre ein ausgewogenes Abbild der Schweizer Wirtschaft und korrelierte sauber mit ihrer Entwicklung.

Die Börse ist heute voll von dynamischen, rasch wachsenden Unternehmen für solch einen Index: der Medizintechniker Straumann, der Logistiker Kühne + Nagel, der Hörgerätehersteller Sonova oder der Schokoladelieferant Barry Callebaut sind einige Beispiele. Mit solchen Firmen hätte ein neuer Leitindex eine anständige Branchendiversifikation. Ohne heutige Klumpenrisiken wäre der SMI eine solide Basis für beliebte ETF, die einfache Investments in den Schweizer Aktienmarkt erlauben.

Mehr Aktien im Index

Mit dem SLI hat die Schweizer Börse bereits vor mehr als zehn Jahren versucht, in diese Richtung zu gehen – ohne jedoch die diesbezüglichen Irrlichter des SMI verlöschen zu lassen. Mittlerweile haben es ihr die Konstrukteure weiterer Indizes auf Schweizer Aktien gleichgetan. Der Dow Jonex Switzerland Titans 30 umfasst ähnlich dem SLI die dreissig grössten Schweizer Unternehmen und begrenzt das Maximalgewicht auf jeweils 10%. Konsequenter ist der Solactive Switzerland Equal Weight 40. Sein Portfolio enthält die vierzig grössten Gesellschaften, die aber alle jeweils mit einer Gewichtung von nur rund 2,5% im Indexportfolio vertreten sind. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?