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Kontinuität spricht dafür, den abtretenden CEO zum Verwaltungsratspräsidenten zu machen. Er erhält dadurch aber eine problematische Machtfülle.
Der Fall, dass der CEO nach seinem Rücktritt im gleichen Unternehmen zum Verwaltungsratspräsidenten (VRP) wird, ist gar nicht so selten. Im laufenden Jahr fand ein solcher Wechsel beispielsweise schon bei so unterschiedlichen schweizerischen Unternehmen wie Nestlé oder Schindler, DKSH, Dätwyler oder Huber + Suhner sowie BFW Liegenschaften oder PSP Swiss Property statt. Bei Clariant, die in Fusion begriffen ist mit dem US-Branchennachbarn Huntsman, sowie Vetropack ist ein solcher Wechsel angekündigt. Die betroffenen Unternehmen führen nachvollziehbare Gründe dafür an, dass ihr CEO Verwaltungsratspräsident wird. Experten in Corporate Governance – guter Unternehmensführung – sehen neben Chancen aber auch Gefahren.

Die Frage, ob der CEO im gleichen Unternehmen Verwaltungsratspräsident werden soll, ist denn auch umstritten. «Für uns ist der Wechsel kein Problem, sofern mehr als 50% der Verwaltungsratsmitglieder unabhängig sind», sagt Vincent Kaufmann, Direktor des Stimmrechtsberaters Ethos. Verwaltungsratspräsidenten, die vorher CEO im gleichen Unternehmen waren, werden von Ethos als abhängig betrachtet. Diese Art der Voreingenommenheit kann die Kontrollfunktion, die ein Verwaltungsrat gemäss Gesetz hat, beeinträchtigen.

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