Unternehmen / Schweiz

Ein scharfer Blick lässt Reichtum schmelzen

Viel Liquidität schützt Firmen vor Krisen und sichert die Handlungsfähigkeit. Zu viel Geld sollten Firmen aber nicht bunkern.

Ein Blick in die Bilanzen von Schweizer Unternehmen zeigt ein zum Teil sehr erfreuliches Bild. Zwar haben die meisten Firmen durchaus ansehnliche Geldmittel flüssig zur Verfügung, doch oft steht diesen auch ein nennenswerter Schuldenberg gegenüber. Somit ist zur Beurteilung der Finanzlage eines Unternehmens eben die Nettoliquidität, also der Überschuss der Liquidität über die Schuldensumme, von Interesse.

Unternehmen, die in dieser Gesamtschau ihrer Finanzen über Nettoliquidität verfügen, sind in einer vorteilhaften Lage. Sie können einerseits einen Umsatzrückgang besser verkraften und ihren finanziellen Verpflichtungen aus eigener Kraft länger nachkommen. Ausserdem haben sie die Möglichkeit, ihre strategischen Ziele länger zu verfolgen und die dafür nötigen Investitionen zu machen.

Signal der Stärke

Eine ansehnliche Nettoliquidität ist aber nicht nur ein Element der inneren Stärke eines Unternehmens. Die nachweisliche Finanzkraft ist auch ein positives Signal an Kunden, Lieferanten, Kreditgeber und letztlich Aktionäre. Für Aktionäre ist dabei noch besonders die Relation von Nettoliquidität zur Börsenbewertung interessant. Sie zeigt an, wie viel vom Aktienkurs sich allein mit dem Barbestand des Unternehmens begründen lässt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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