Märkte / Aktien

Ein schwieriges Boomjahr

Mit dem SPI mitzuhalten, war im überraschend guten Börsenjahr 2021 nicht einfach. Das spürten auch die von FuW befragten Chefanalysten.

Mit seiner Wette auf Schweizer Industriewerte, deren Perspektiven Ende 2020 vielerorts unterschätzt wurden, lag Ronald Wildmann goldrichtig. Der ehemalige Chefanalyst von Research Partners, heute Senior Portfolio Manager bei ISP, schaffte es als Einziger unter den fünf Ende 2020 von FuW befragten Analysten, den SPI deutlich zu schlagen. Namentlich Bobst, Hersteller von Verpackungsmaschinen, und Rieter gehörten zu den besten Aktien im breiten Schweizer Index SPI. Der Aktienpreis des Textilmaschinenherstellers Rieter hatte sich zwischenzeitlich deutlich mehr als verdoppelt.

In einem Jahr, in dem die Titel vieler gut aufgestellter Unternehmen dümpelten (Holcim, Schindler) oder lediglich im Durchschnitt des Index mithalten konnten (Roche, Helvetia) taten sich Wildmanns Konkurrenten schwer. Lediglich Peter Romanzina von Vontobel schaffte eine durchschnittliche Performance, die knapp mit dem SPI gleichzog. Es bleibt der Trost, dass der SPI 2022 kaum erneut das viertbeste Ergebnis seit dem Fall der Sowjetunion liefern wird – womit die Chancen intakt sind auf eine Überperformance der für 2022 mehrfach genannten Schweizer Tech-Schwergewichte ABB, Logitech oder Sonova.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?