Unternehmen / Finanz

Ein Stich ins Herz der CS-Investmentbank

Mitgegangen, mitgehangen. Das Problem eines Hedge-Fund-Kunden wird zum Problem der Credit Suisse.

Das Geschäft mit Hedge Funds ist ein Kerngeschäft der Schweizer Grossbank Credit Suisse. Die sogenannten Prime Services, wie sie den Bereich nennt, umfassen eine ganze Reihe von Dienstleistungen, die kapitalkräftige Investmentbanken ihren wichtigsten Handelskunden, insbesondere den Hedge Funds, offerieren, damit diese in grossem Stil ihre Geschäfte machen können.

Das Geschäft mit Hedge Funds ist blitzschnell und beinhart. Im Fall Archegos Capital scheint CS den Herausforderungen aber nicht gewachsen gewesen zu sein.

Europas Banken sind dabei

Prime Services steht in der Investmentbank der CS auf gleicher Stufe wie der Aktienhandel und der Handel mit Festverzinslichen. Gemäss Geschäftsbericht bietet Prime Services «Hedgefonds und institutionellen Kunden Ausführungs-, Finanzierungs-, Verwahrungs-, Clearing- und Risikoberatungsdienstleistungen für verschiedene Anlageklassen». Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Markus Fischer 29.03.2021 - 17:09
Die CS hat das Risikomanagement ganz klar nicht im Griff! Aus einem Margin Call darf nie ein solch enormer Verlust entstehen, da muss früher gehandelt werden, wie das amerikanische Konkurrenten (Goldman Sachs, Morgan Stanley) aufgezeigt haben. Wiederum einmal mehr ganz schlimm für die Aktionäre, die für diese Verluste wie schon seit vielen Jahren aufkommen müssen, während insbesondere das Topmanagement nicht… Weiterlesen »
Christoph Saetteli 30.03.2021 - 10:25
Wenn die Überwachung der Kreditlimiten vollautomatisch abläuft, wo liegt dann der Hund begraben? Offensichtlich muss beim Controlling Ausführungsabläufe und Finanzierungsleverage einiges im Argen liegen. Anders ist es für mich nicht erklärbar. Die Koppelung der Vergütungen auf Managementebene führt ebenfalls dazu dass zuviel mit leverage gearbeitet wird, da die eigenen Bezüge vielfach an die Performance gekoppelt sind, direkt oder auch über… Weiterlesen »