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Ein stilles Jubiläum

Vor fünf Jahren gab die Nationalbank den Mindestkurs auf und löste so den Frankenschock aus.

Genau fünf Jahre sind vergangen, seit die Schweizerische Nationalbank (SNB) der Schweiz den Frankenschock zumutete. Am 15. Januar 2015  beendete sie ohne Vorwarnung das Mindestkursregime des Frankens. Mit ihm hatte sie seit September 2011 garantiert, dass sich 1 € nicht unter 1.20 Fr. abwertete. Nach der Aufkündigung raste der Wechselkurs nach unten bis zur Parität und erholte sich danach nur wenig.

Der Frankenschock steht als Beleg für die Grenzen der SNB-Politik. Sie beendete das Mindestkursregime, als die Europäische Zentralbank ankündigte, den Markt mit Liquidität zu fluten, um systematisch Anleihen aufzukaufen und um den Euro (gegenüber dem Dollar) zu schwächen. Gegen diese geballte Abwertungspolitik ist die 20-mal kleinere Schweiz wehrlos, folgerte die SNB zu Recht.

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