Unternehmen / Immobilien

Stresstest für Schweizer Immobiliengesellschaften

Die Coronakrise legt Schwächen beim Deckungsgrad und bei der Belehnung offen und ruft die Bedeutung einer nachhaltigen Unternehmensfinanzierung in Erinnerung.

Beat Affolter und Alexander Seiler

Getrieben durch einen stetigen Aufschwung standen bis zur Coronakrise in Sachen Unternehmensfinanzierung vor allem Rendite-, Effizienz- und Optimierungsorientierung im Vordergrund. Ausdruck davon waren Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen sowie die Optimierung der Liquidität und des Nettoumlaufvermögens. Die Pandemie führt nun ­eindrücklich vor Augen, wie verletzlich das Wirtschaftssystem und die Unternehmen, trotz positivem Momentum, sind. Es ist deshalb an der Zeit, sich die Be­deutung der etwas in Vergessenheit geratenen Tugenden Resilienz und Nachhaltigkeit in der Unternehmensfinanzierung in Erinnerung zu rufen.

Die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzierungspolitik lässt sich anhand der zwölf kotierten Schweizer Immobilienunternehmen zeigen. Die Immobilienbranche war in der jüngeren Vergan­genheit dank einer soliden Nachfrage, ­höheren Immobilienbewertungen und sehr günstigen Kapitalmarktbedingungen im Aufwind. Nun legt der Coronaschock aber die Verletzlichkeit selbst dieser Gesellschaften offen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?