Märkte / Kunstmarkt

Ein Traditionsmarkt erneuert sich

Die Pandemie hat die Digitalisierung in der Kunstwelt beschleunigt. Doch für Galerien, Messen und Museen bleibt es schwierig.

Das Jahr hat kaum begonnen, und schon brechen die Auktionshäuser Rekorde. Ende Januar versteigerte Sotheby’s ein besonders gut erhaltenes Gemälde des Renaissancekünstlers Sandro Botticelli für 92,2 Mio. $. Und vergangene Woche sorgte Christie’s weit über die Kunstwelt hinaus für Schlagzeilen, als ein Non Fungible Token (NFT) des Digitalkünstlers Beeple für 69,3 Mio. $ den Besitzer wechselte. Es ist das drittteuerste Werk, das je von einem lebenden Künstler auktioniert wurde, und das erste Mal, dass ein NFT den traditionellen Kunstmarkt durchrüttelt.

Diesen jüngsten Erfolgen zum Trotz: Der Kunstmarkt konnte im vergangenen Jahr nicht davon profitieren, dass die Reichen dieser Welt dank boomender Finanzmärkte noch reicher wurden. Der Handel mit Kunst brach um 22% ein. Während das umgesetzte Volumen auf das Niveau des Finanzkrisenjahres 2009 fiel, blieb der Umsatz mit 50,1 Mrd. $ deutlich darüber. Das geht aus dem diese Woche erschienenen Bericht von Arts Economics hervor, der von Art Basel und UBS gesponsert wird. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?