Märkte / Rohstoffe

Ein turbulentes Jahr für die Rohstoffpreise

Negative Ölnotierungen und explodierende Holzpreise: Das sind nur zwei der Highlights an den Rohstoffmärkten 2020.

2020 wird als Coronajahr in die Geschichtsbücher eingehen. Auch am Rohstoffmarkt war die Pandemie das beherrschende Thema und sorgte für Turbulenzen.

Unter dem Strich sind die Rohstoffpreise in diesem denkwürdigen Jahr aber nur wenig gesunken. Der Commodity-Index von Bloomberg hat rund 5% verloren. Während Energierohstoffe wegen des Ölpreiszerfalls billiger geworden sind, haben sich Metalle und Agrarrohstoffe tendenziell verteuert.

Historisches ereignete sich am Ölmarkt. Dort fanden die Verkäufer wegen des Mangels an Lagerkapazitäten im April keine Abnehmer mehr. Der Preis für den Maikontrakt auf WTI-Öl fiel temporär sogar unter null. Bis zu 40 $ pro Fass bezahlten Verkäufer den Käufern, damit diese die Ware übernahmen. Auch die Preise für Rohöl der Sorte Brent fielen in den ersten vier Monaten von über 70 auf 16 $ pro Fass. Selbst nach der Erholung der vergangenen Monate liegen die Rohölpreise immer noch mehr als 20% unter dem Niveau von Anfang Jahr. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?