Märkte / Makro

Ein zutiefst frustriertes Land

In den Brexit-Hochburgen an der britischen Nordseeküste machen sich Verständnislosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber der Politik breit. Ein Augenschein vor Ort.

Wer den Brexit verstehen wolle, müsse nach Boston reisen, heisst es. Seit dem Sommer 2016 ist die Kleinstadt an der Nordseeküste, rund 180 km nördlich von London gelegen, zum Synonym für den Austritt der Briten aus der EU geworden. 75,6% haben damals für das Ja zum Brexit gestimmt, ein nationaler Rekordwert.

Der Ort, dessen grosser Marktplatz an die Vergangenheit als europaweit wichtiger Warenumschlagplatz erinnert, ist nach der Abstimmung zum Treffpunkt von Medienschaffenden geworden. «Wir sind wieder wer, zumindest auf der Landkarte», sagt Bürgermeister Michael Cooper mit verschmitztem Gesicht. In den vergangenen Wochen hat er unzählige Journalisten zum Gespräch getroffen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?