Das offizielle Gründungsjahr täuscht bisweilen. Ypsomed entsteht 2003 im Zuge einer Abspaltung von Disetronic. Das fast zwei Jahrzehnte zuvor gegründete Unternehmen wird an Roche verkauft. Disetronic hatte die weltweit ersten Klein-Insulinpumpen für Diabetiker eingeführt. Hauptaktionär Willy Michel behält das Injektionsgeschäft und bringt Ypsomed 2004 an die Börse. Seither haben die Aktionäre Durststrecken durchstehen müssen – so auch jetzt.

Begonnen hat Ypsomed mit der Herstellung von Pens, kugelschreibergrossen Spritzen zur Verabreichung von Insulin an Zuckerkranke. Mit Pens können sich Patienten Medikamente selbst unter die Haut einspritzen (das lateinische «ipso» steht für selbst, «med» für Medikation). Dieses Segment unter dem Namen Delivery Systems erwirtschaftet heute noch ungefähr 35% des Gesamtumsatzes. Kunden sind Pharma- und Biotech-Unternehmen, welche die Pens zusammen mit ihren Wirkstoffen vertreiben.

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