Märkte / Makro

Eine Aufwertung im ungünstigsten Moment

Der Euro hat sich dieses Jahr rund 10% gegenüber dem Dollar verteuert. Dabei bräuchten die von der Rezession gebeutelten Exporteure positive Impulse.

Der Euro steht wieder im Mittelpunkt. Dieses Jahr hat er sich zum Dollar 10% aufgewertet. Seit August notiert er zwischen 1.18 und 1.20 $/€. Das geschieht im ungünstigsten Zeitpunkt. Die Wirtschaft im Euroraum versucht, die Folgen der Umsatzeinbrüche und Produktionsstilllegungen hinter sich zu lassen, und windet sich mühsam aus der coronabedingten Rezession. Wird die feste Gemeinschaftswährung die Konjunkturerholung abwürgen?

Das italienische Wirtschaftsforschungsinstitut Nomisma rechnet damit, dass der starke Euro das Wirtschaftswachstum im Währungsraum um einen halben Prozentpunkt bremst. Auch die Europäische Kommission macht sich Sorgen. In einem internen Papier, das an die Öffentlichkeit gelangte, geht sie davon aus, dass eine fünfprozentige Euroaufwertung, die einige Monate anhält, ein Jahr später ein um 0,9 bis 1,1% geringeres Wirtschaftswachstum zur Folge hat. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.