Märkte / Anleihen

Eine komplexe und attraktive Anlageklasse für Krisenzeiten

Wandelanleihen sind Finanzprodukte, die am Kursanstieg der Aktienbörsen partizipieren und in schlechten Marktlagen Kursverluste oft begrenzen können.

Beim Einbruch der globalen Aktien- und Anleihenkurse im März stach eine Anlageklasse besonders hervor: Wandelanleihen (Englisch: Convertible Bonds) schlugen sich besser als viele andere risikoreichere Investments. Diese verzinsten Wertpapiere sind eine Mischform zwischen klassischen Obligationen und Aktien. Anleger dürfen diese Zinspapiere ab einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem festgelegten Verhältnis in die Dividendentitel des Unternehmens tauschen. Bis dahin  erhalten sie regelmässige Zinszahlungen.

Wenn der Anleger das Wandlungsrecht nicht wahrnimmt, bekommt er den investierten Betrag in der Regel zum Ende der Laufzeit voll zurückgezahlt. Es gibt jedoch auch weniger gebräuchliche Wertpapiere, die am Ende der Laufzeit oder bei einem bestimmten Ereignis pflichtgewandelt werden. Der Anleger wird dann also automatisch zum Aktionär des Unternehmens, der eventuell später auf Gewinnausschüttungen hoffen kann. Sinkt der Aktienkurs des Unternehmens, kann er bei Wertpapieren mit Pflichtwandlung allerdings auch einen erheblichen Verlust erleiden. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?