Unternehmen / Schweiz

Geringes Risiko für Konkurswelle

Bei den Firmenpleiten lässt sich die Coronakrise nicht mit anderen Krisen vergleichen. Die staatliche Unterstützung macht den Unterschied.

Diese Krise ist anders. Das äussert sich auch mit Blick auf die Anzahl Unternehmen, die in der Schweiz Konkurs anmelden müssen. Gingen zu Beginn der Coronakrise deutlich weniger Firmen in Konkurs, liegt der Trend nun wieder auf dem Niveau vor der Krise. Das zeigt die jüngste Analyse der Konjunkturforschungsstelle der ETH (Kof) auf Basis von Daten von Dun & Bradstreet Schweiz, die FuW exklusiv vorliegt.

«Dass sich die Rate normalisiert, ist absolut erwartbar», sagt Heiner Mikosch, einer der Autoren der Analyse. Das Risiko einer Konkurswelle bleibe jedoch gering. Die Forscher halten es aber nicht für unwahrscheinlich, dass die Konkursentwicklung in den kommenden Monaten sogar über dem Trend liegt. Grund dafür sind Nachholeffekte, die nun wegen des Auslaufens diverser staatlicher Unterstützungsmassnahmen sichtbar werden.

Weniger Firmen sind pleitegegangen

Nach anderen Krisen wie dem Frankenschock 2015 blieb die Zahl der Firmenpleiten lange stabil. Erst gut ein Jahr später begannen die Konkurse zuzunehmen. Auch die Schliessung von Restaurants und Geschäften im vergangenen Jahr hatte keine Auswirkungen auf die Konkursrate – entgegen den Erwartungen.  Aufgrund von behördlichen Massnahmen wie Hilfskrediten oder Kurzarbeit fiel in der Coronakrise die Konkursrate sogar noch von 0,06% vor der Krise auf 0,02% im April 2020. Erst jetzt liegt sie fast wieder auf dem Vorkrisenniveau. 

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