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Das einmillionste Exemplar kommt ins Museum.

Seit bald 53 Jahren läuft der Porsche 911 vom Band. Selbstverständlich ist es da nicht ganz so einfach, das einmillionste Exemplar genau zu bestimmen, je nach Zählweise waren es in diesen mehr als fünf Jahrzehnten ein paar mehr oder weniger. Und deshalb hat man in Zuffenhausen ganz einfach bestimmt: Das ist jetzt der Jubilar. Er lief am 11. Mai 2017 Punkt 10.30 Uhr vom Band – und wurde im Werk vom zahlreich erschienenen Publikum beklatscht.

Irgendwie gehört sich das so, der Neunelfer ist einer der legendärsten, feinsten Sportwagen überhaupt. Er hat in Zeiten, in denen fast alle nur noch über E-Autos und autonomes Fahren schreiben und nachdenken wollen, eine ganz besondere Ehrerbietung verdient. Ja, versprochen, solange es «radical» geben wird, werden wir den Porsche 911 in unserem Herzen haben – obwohl die Schriftzüge des Jubilars stillos vergoldet sind.

Irischgrün haben sie ihn lackiert. Dies deshalb, weil der erste Dienst-Elfer von Ferry Porsche, Chassisnummer 300003, ausgeliefert am 19. Oktober 1964, auch diese Farbe hatte. Und die Frage, weshalb der Millionste nicht die Farbe des Ersten hat, muss man sich nicht stellen, genau wie die nicht, was all das Gold soll und warum das Lenkrad Mahagoni-Intarsien hat.

Innen ist er Pepita, das ist fein, weil wie früher, aber auch etwas gesucht. Dafür hat er als Carrera S 450 Pferdestärken. Man darf davon ausgehen, dass solches bald als WLS zu bestellen sein wird. Wie andere Eigenheiten des Millionsten auch. Der wird nun dem Museum übergeben. Man muss ihn sich also genau anschauen, so bald wird er in der Öffentlichkeit nicht mehr zu sehen sein.

Im Rahmen der Feier verkündete Porsche aber noch einiges, was die Freunde klassischer Sportwagen freuen wird: Auch die nächste Generation des 911 wird wieder über ein manuelles Getriebe verfügen. Auch an Versionen mit Saugmotor wird festgehalten, solange sie im Rennsport noch eingesetzt werden können. Und elektrifiziert, etwa als Plug-in-Hybrid, wird der wahre Porsche nicht.