Märkte / Makro

Eine Theorie erhitzt die Gemüter

Für die einen ist sie «kompletter Schwachsinn», «falsch» und «irreführend». Für die anderen ist sie der Weg zur Vollbeschäftigung – die Modern Monetary Theory.

David gegen Goliath. Auf der einen Seite steht das Establishment: die Schwergewichte aus der Ökonomie mit Larry Summers, Paul Krugman und Kenneth Rogoff, flankiert von den Grossen aus der Finanzwelt mit BlackRock-CEO Larry Fink, Bond-Guru Jeffrey Gundlach und dem Chef des Federal Reserve Jerome Powell. Auf der anderen Seite ist ein halbes Dutzend Ökonomen von wenig bekannten Universitäten, angeführt von der Wirtschaftsprofessorin Stephanie Kelton.

Zankapfel ist die Modern Monetary Theory (MMT). Ein Konzept, das über höhere Staatsausgaben die Wirtschaft ankurbeln und Vollbeschäftigung erreichen will (vgl. Box). In aller Munde ist MMT derzeit vor allem wegen einer Person, der amerikanischen Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez. In einem Interview im Januar sagte sie dem Magazin «Business Insider», MMT müsse einen grösseren Teil der Diskussion einnehmen. Das hat sie definitiv erreicht.

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Leser-Kommentare

Roland Heinzer 19.03.2019 - 17:30
Scheinbar erhitzt das Thema in der Schweiz, respektive die Leser der F+W nicht. Zitat: «Die Inflation könnte mit einer Verzögerung sprunghaft nach oben steigen, und…. Ja und dann würden die Aktien noch mehr steigen, alle würden reicher, die Pensionskassen könnten saniert werden, die Staatsschulden würden weg inflationiert, die Steuereinnahmen stiegen inflationsbedingt, etc Was will man mehr – funktioniert doch bestens.… Weiterlesen »
Jean Ackermann 20.03.2019 - 12:22
Bei Zinsen um die Nulllinie werden die weltweiten Ersparnisse mit 1 bis 2% besteuert, das heisst die Weltwirtschaft wird mit 1 bis 2% der gesmten Ersparnisse in form von Gratisgeld jährlich subventioniert. Was die MMT fordert haben wir schon die längste Zeit. Und auch die Staatschulden werden schon heute dauernd weginflationiert, mit einer höheren Inflation als Zinslast, deshalb machen ja… Weiterlesen »