Llanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­llantysilio­gogogoch ist für die Bahngesellschaft eine Herausforderung: So heisst Grossbritanniens Ort mit dem längsten Namen. Er liegt im Nordwesten von Wales, wo die meisten Leute noch Keltisch können. Für Anglophone steht die Aussprachehilfe darunter, was jedoch dem Verständnis nicht dient: «Marienkirche in einer Mulde weisser Haseln in der Nähe des schnellen Wirbels und der Thysiliokirche bei der roten Höhle» heisst das Nest. Einheimische sagen Llanfair PG, Engländer Gogogoch. Doch so weit auseinander wie in diesem Wortwurm liegen Cymru (Wales) und Lloegr (England) sonst nicht. Im Brexit-Referendum lehnten Schottland und Nordirland den Austritt aus der EU ab, England und Wales waren dafür. In einer Unterhausnachwahl gewann jüngst eine «Remainerin», doch die absolute Mehrheit in diesem Wahlkreis will weiterhin los von Brüssel, doch nicht los von London, wie in Wales überhaupt. Die Stimmung ist dort anders als in Schottland und Nordirland; die Nationalisten halten im Regionalparlament nur zehn der sechzig Sitze. So wird Thronfolger Charles Prince of Wales – Tywysog Cymru – bleiben. Angesichts der Unverwüstlichkeit seiner Mutter wohl auf Lebzeiten.

(Bild: Robert Harding/Chris Hepburn/Keystone)