Wenn’s drauf ankommt, sind sie die Schnellsten, was sich eben nicht nur im rasanten Eishockey erweist: die Berner. 1891 galt es, das 700-jährige Bestehen der Stadt, nunmehr Bundesstadt der modernen Eidgenossenschaft, zu begehen, idealerweise sekundiert von einem Jubiläum der Schweiz – der Bundesbrief von Anfang August 1291 kam da kommod. Dieser ist heute im Budesbriefmuseum in Schwyz zu bestaunen (im Bild). Freilich gibt es Dokumente aus dem 13. und 14. Jahrhundert von ähnlichem Rang. So wurde etwa das Wort «Eitgenoze», Eidgenosse, erstmals im Brief von Brunnen 1315 erwähnt. Zum Feiertag (damals selbstredend nicht arbeitsfrei) wurde der 1. August vom Bundesrat 1899 erklärt. Nicht zuletzt auf Drängen von Auslandschweizerbünden, die etwa angesichts des Spektakels am 14. Juli, den die Franzosen seit 1880 feierten, in der Heimat etwas Ähnliches zelebriert wissen wollten. So forderte der Bundesrat damals die Kantone auf, jeweils die Glocken läuten zu lassen, am Abend des 1. August. Dieser war erstmals 1994 ein landesweiter Feiertag, überall arbeitsfrei, so beschlossen durch eine Volksinitiative. Zuvor war das von Kanton zu Kanton unterschiedlich – eigentlich eidgenössischer.

(Bild: Gaetan Bally/Keystone)