Christ Church Cathedral in Port Stanley ist die am südlichsten gelegene Bischofskirche anglikanischen Bekenntnisses. Konsekriert wurde sie 1892; die Bogenkonstruktion aus Blauwalkiefern gleich nebenan entstand 1933, zur Feier von 100 Jahren britischer Souveränität über das Falkland-Archipel. Gegen 3000 Menschen wohnen auf den Inseln, nur gut 300 davon ausserhalb des Hauptstädtchens, auf den verstreuten, einsamen Schaffarmen. Allerdings halten die Landleute drei der acht Sitze des gesetzgebenden Rats: Die Verfassung des Überseeterritoriums teilt die Falklands bislang auf in zwei Wahlkreise, Stanley und Camp, was für diese unausgewogene Vertretung sorgt. «Camp» leitet sich ab vom spanischen «el campo», Acker, Feld, Land. Das verweist auf die bewegte Geschichte dieser subarktischen Eilande: Einst tummelten sich hier auch Franzosen, Spanier und Argentinier. 1982 liess die Militär-Junta in Buenos Aires die «Islas Malvinas» heimholen, was im Desaster endete. Nächste Woche werden die Falkländer darüber abstimmen, ob Stanley und Camp zusammengelegt werden; zwei solche Referenden sind bereits gescheitert. Die Bauern verteidigen ihre Vorrechte eben überall eisern – nicht nur in der Schweiz. (Bild: Robert Harding/Michael Nolan/Keystone)