Unternehmen / Industrie

Ems-Chemie zeigt sich wetterfest

Analyse | Der Hersteller technischer Kunststoffe hat sich rechtzeitig für stürmischere Zeiten gerüstet und erzielt trotz Umsatzrückgang ein Rekordergebnis.

Drei Punkte haben im Halbjahresabschluss von Ems-Chemie besonders interessiert: der Jahresausblick, der Jahresausblick und der Jahresausblick. Er hat am Aktienmarkt angesichts des stark rückläufigen Automobilsektors – mit rund 60% Umsatzanteil das wichtigste Kundensegment – ­sowie der massiven, primär mit einer schwachen Industrieproduktion begründeten Gewinnwarnung von BASF eine überragende Bedeutung erlangt. Deshalb gleich vorneweg: Er steht noch – zum Teil.

Vom Ziel eines Umsatzes mindestens auf Vorjahresniveau rückt der Spezialist für Hochleistungspolymere zwar ab. Zu vieles sei unklar, erklärte Magdalena ­Martullo, Delegierte des Verwaltungsrats, an der Halbjahreskonferenz, Wirtschaft, Politik, Währungen und die Entwicklung der Verkaufspreise. Was sie nicht sagte: Nach einem Minus von 3,5% im Halbjahr, und happigen 8,4% im zweiten Quartal – gemessen an einer hohen Vergleichsbasis und zusätzlich beeinflusst durch negative Währungs- und Lager­effekte sowie teils niedrigere Preise – dürfte das Niveau von 2018 auch kaum mehr zu erreichen sein. Trotz günstigerer Vergleichsbasis mutet das Marktumfeld dafür zu schwach an.

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