Märkte / Makro 07:01 - 21.04.2017

Enges Rennen um den Elysée-Palast

Wer die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen gewinnt, ist kaum abzusehen. An den Finanzmärkten würde vor allem eines der Szenarien für Turbulenzen sorgen.
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Devisen
Auf ausländische Währung lautende und im Ausland zahlbare Geldforderungen, insbesondere Bankguthaben, Checks und Wechsel. Allgemein auch ein Sammelbegriff für ausländische Währungen.
EU
Supranationale Organisation (früher Europäische Gemeinschaft), in der 27 europäische Staaten zusammengeschlossen sind. Pfeiler ist die wirtschaftliche Integration. Die wichtigsten Errungenschaften sind der Binnenmarkt und der Euro .
EZB
Zentralbank der EWU-Länder . Sie entscheidet über die Geldpolitik. Die Geld- und Währungspolitik wird zusammen mit den nationalen Zentralbanken (Europäisches System der Zentralbanken ) umgesetzt. Der wichtigste Leitzins der EZB ist der Mindestbietungssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte .
Europäische Zentralbank
Zentralbank der EWU-Länder . Sie entscheidet über die Geldpolitik. Die Geld- und Währungspolitik wird zusammen mit den nationalen Zentralbanken (Europäisches System der Zentralbanken ) umgesetzt. Der wichtigste Leitzins der EZB ist der Mindestbietungssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte .
Eurozone
Von elf Staaten der Europäischen Union per 1. Januar 1999 realisierter Zusammenschluss (seit 2001 auch Griechenland, seit 2007 Slowenien, seit 2008 Malta und Zypern). Die Teilnehmer haben die geldpolitische Kompetenz der EZB übertragen. Die nationalen Währungen wurden gegeneinander (Wechselkursverhältnisse) und gegenüber der Einheitswährung Euro fixiert.
Obligation
Als Wertpapier ausgestalteter und somit handelbarer Bruchteil (Stückelung ) einer Anleihe .
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Risikoaufschlag
1. Differenz zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen. Die Renditedifferenz ist die vereinfachte Form der Zinskurve . 2. Risikoaufschlag, den die Obligationen einer bestimmten Schuldnerkategorie oder eines einzelnen Schuldners im Vergleich zu einer Benchmark , z. B. der Rendite von Staatsanleihen oder dem Swapsatz, aufweisen (vgl. Risikoprämie ).
Spread
Betragsmässige (also positiv definierte) Differenz zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs eines Finanzwerts (Marge ). Je tiefer sie ist, desto kostengünstiger ist der Handel.
Staatsanleihe
Anleihe , die von einem Staat zur Deckung seines Finanzierungsbedarfs im In- oder Ausland emittiert wird. Die Renditen der Staatsanleihen dienen als Benchmark für andere Emittenten desselben Staates. Die Schweiz begibt im Unterschied zu anderen Ländern keine Anleihen der Eidgenossenschaft im Ausland.
Zentralbank
Volkswirtschaftliche Institution, die für die Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld zuständig ist. Gleichzeitig soll sie Geldwertstabilität und je nach Statut Vollbeschäftigung sowie angemessenes Wirtschaftswachstum herstellen. In der Schweiz ist dies die SNB .

Der Countdown läuft: In wenigen Stunden, am Sonntagmorgen um 8 Uhr, öffnen die Wahllokale in Frankreich. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen bestimmen die Franzosen ihre zwei Favoriten für den Einzug in den Elysée-Palast.

Zwei Tage vor der Wahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Spitzenkandidaten ab. Knapp ein Drittel der Wähler ist noch unentschlossen, wer das künftige Staatsoberhaupt sein soll – diese Stimmen könnten ausschlaggebend sein.

Elf Kandidaten stellen sich am Sonntag zur Wahl. Vier von ihnen haben echte Chancen, in die Stichwahl vom 7. Mai einzuziehen. In den jüngsten Umfragen führt der parteilose Kandidat und ehemalige Finanzminister Emmanuel Macron (23,5%) knapp vor Marine Le Pen (22,5%), der Chefin des rechtsextremen Front National.

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