Märkte / Makro

Entspannung in einem angespannten Umfeld

Der Franken hat sich aufgewertet, aber Währungsexperten rechnen mit schwächeren Kursen.

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts überwiegt die Zuversicht in den Handelsräumen der Banken. Mit einer übermässigen Frankenaufwertung rechnet niemand mehr. Ein Restrisiko bleibt natürlich, zumal sich der Euro am Mittwoch bis auf 1.0740 Fr./€ abgeschwächt hat. Aber in den Prognosen stehen die Zeichen auf Entspannung. Die sechs Institute, deren Vorhersagen «Finanz und Wirtschaft» vierteljährlich einholt, erwarten, dass der Franken dieses Jahr seitwärts tendiert oder sich leicht abschwächt.

Seit Anfang Dezember hat sich der Franken zum Euro aufgewertet. Gemäss UBS beibt dieser Trend intakt. Sie hält an ihrer Vorhersage von 1.07 Fr./€ für Ende März fest. Die Situation sei für die SNB vertrackt, sagt Daniel Trum, Devisenstratege der Grossbank. Nicht zuletzt wegen der Androhung aus den USA, die Schweiz der Währungsmanipulation zu bezichtigen, verhalte sich die SNB vorsichtig. Sie beschränke sich darauf, Aufwertungsschübe zu dämpfen, anstatt den Franken abzuwerten. Später sollte  der Wechselkurs auf 1.10 zurückkehren und sich damit seinem Gleichgewichtsniveau annähern, das Ökonomen zwischen 1.15 und 1.20  Fr./€ vermuten.

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