Märkte / Emerging Markets

Entwicklungsländer in Zahlungsnot

Der Kapitalabzug aus Schwellenländern hält sich in Grenzen. Dennoch nimmt die Gefahr von Zahlungsausfällen mit den steigenden Zinsen zu.

Als die US-Notenbank das letzte Mal ihr Anleihenkaufprogramm beendete und die Leitzinsen erhöhte, gerieten viele Schwellenländer in einen Abwärtsstrudel. Damals, zwischen 2013 und 2015, floss viel Kapital, das in den Jahren zuvor die Wachstumsmärkte geflutet hatte, zurück in die USA, wo fortan höhere Zinsen lockten.

Diesmal ist die Ausgangslage anders. Wo nicht viel ist, kann auch nicht viel abfliessen. Anders als in den Jahren nach der Finanzkrise 2008 löste die Politik der Coronazeit keinen Kapitalboom in den Schwellenländern aus – schliesslich waren auch sie von der Pandemie betroffen, teils sogar noch schlimmer als der Westen.

Währungen unterbewertet

Das zeigt sich besonders an den Währungen. 2013 waren die meisten Schwellenländerwährungen gemessen an der relativen Inflationsentwicklung hoch bewertet. Nach jahrelanger Abwertungsphase gelten sie heute als billig.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?