Unternehmen / Ausland

Er soll die Dinosaurier wiederbeleben

Bei Kraft Heinz übernimmt der wenig bekannte Miguel Patricio den Chefposten. Dennoch setzen die Hauptaktionäre Berkshire und 3G auf altbekannte Rezepte. 

Einen Startvorteil hat Miguel Patricio als CEO: Kraft Heinz geht es schon schlecht. Seit einem Jahr haben die Aktien über 40% ihres Werts verloren. Die Mitteilung des fünftgrössten Nahrungsmittelkonzerns vom Februar, wonach die Börsenaufsicht SEC zu internen Kontrollen und den Rechnungslegungspraktiken eine Untersuchung eingeleitet habe, die Dividende um 36% gekürzt werde und auf den Markenwerten ein Abschreiber 15 Mrd. $ anstehe, wirkte als zusätzlicher Brandbeschleuniger.

Abwärts geht es bei Kraft Heinz schon seit dem 2017 gescheiterten Merger mit der europäischen Konkurrentin Unilever. Damit stiess die Strategie der beiden Hauptaktionäre, Jorge Lemann mit 3G und Warren Buffett mit Berkshire Hathaway, an ihre Grenzen. Bis anhin brachte Buffett in den gemeinsamen Engagements das Geld, und Lemann setzte Kosteneffizienzprogramme durch. So bauten sie mit Kraft Heinz, Restaurant Brands und AB InBev ein Nahrungsmittel- und Getränke-Imperium auf, das lange Zeit hochrentabel war.

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