Märkte / Rohstoffe

Erdölaktien sind besser als ihr Ruf

Value-Anleger wittern Chancen im Energiesektor, weil dieser von vielen Investoren wegen Umweltbedenken gemieden wird.

Erdölaktien sind eigentlich ein No-Go. Fossile Energieträger sind für mehr als die Hälfte der Treibhausgase verantwortlich. Immer mehr Investoren machen deshalb einen grossen Bogen um den Sektor.

Der norwegische Staatsfonds will sich schrittweise von Beteiligungen an Erdölförderern trennen. Die schwedische Zentralbank stösst Anleihen von Emittenten mit dem grössten Treibhausgas-Fussabdruck ab. Je mehr ­Investoren es ihnen gleich tun, desto teurer werden die Kapitalkosten für die Öl-unternehmen. Das sind wahrlich keine grossartigen Perspektiven.

Ausserdem ist das Risiko gross, dass ein  Grossteil der Ölreserven wertlos wird – wie ein gestrandetes Schiff, im Jargon spricht man von Stranded Assets. Denn nur wenn nicht alle Reserven verbrannt werden, kann gemäss Klimaforschern das Ziel von maximal 2 Grad Erwärmung erreicht werden. Nicht einmal die Saudis glauben an die Zukunft des schwarzen Goldes. Stattdessen versuchen sie, mit dem aktuell laufenden Börsengang des Staatskonzerns Saudi Aramco einen Teil der Aktiva der ­Bevölkerung unterzujubeln, um mit dem Geld die Wirtschaft zu diversifizieren.

Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.