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Unternehmen / Schweiz

Newron bleibt auf Kurs

Das gute Halbjahresresultat der Biotech-Gesellschaft darf nicht auf das Gesamtjahr extrapoliert werden. Denn es stehen weitere Kosten für die Unternehmensentwicklung an.

Newron kommt mit dem Verkauf des Parkinson-Medikaments Xadago Schritt für Schritt voran. Das Biotech-Unternehmen hat mit seinem ersten zugelassenen Medikament zum Halbjahr 2017 vom italienischen Vertriebspartner Zambon Lizenzzahlungen von 1,3 Mio. € erhalten.

Das entspricht einem Anstieg von 50% zur Vorjahresperiode. Gleichzeitig hat Zambon eine einmalige Summe von 11,7 Mio. € infolge der Zulassung von Xadago in den USA im März gezahlt.

Unter dem Strich erzielte Newron in der Berichtsperiode einen Gewinn von 1,5 Mio. €, nach einem Verlust von 8,8 Mio. € im Vorjahr. Die aktuellen Zahlen dürfen allerdings nicht aufs Gesamtjahr extrapoliert werden. Es resultierte nur deshalb ein Gewinn zum Halbjahr, weil die Ausgaben für die Forschung & Entwicklung weiterer Präparate unterdurchschnittlich ausfielen.

Studie zu Sarizotan am Laufen

Newron hat aktuell eine potenziell zulassungsrelevante Studie zum Wirkstoff Sarizotan gegen das Rett-Syndrom am Laufen, die bis Ende Jahr abgeschlossen werden soll. Sie dürfte rund 20 Mio. € kosten. Davon wurde erst ungefähr ein Fünftel verbucht.

Auch im nächsten Jahr dürfte unter dem Strich nicht viel zu erwarten sein. Neben der Studie für Sarizotan plant Newron weitere zulassungsrelevante Tests für ihr drittes Präparat, Evenamide zur Behandlung von Schizophrenie-Patienten. Geplant sind zwei Studien, die zusammen weitere 22 Mio. € kosten dürften.

Aktien sind günstig, bergen aber hohe Risiken

Gemäss einem Bericht vom Mai rechnet Analyst Bob Pooler von ValuationLAB ohne Sondereffekte aus Meilensteinen mit dem Break-even im Jahr 2020. Bis dann wird die Gesellschaft laut ihm einen Gewinn pro Aktie von 4.11 Fr. erzielen. Basierend auf dem aktuellen Kurs ergäbe sich damit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur gerade 5. So gesehen erscheinen die Valoren günstig.

Anleger sollten dennoch Vorsicht walten lassen und nur Geld in Newron investieren, das sie mental sofort abschreiben können. Die Entwicklungsrisiken bleiben hoch.

Ein Grossteil des errechneten Gewinns in vier Jahren stammt aus dem Potenzial von Sarizotan, das im Unterschied zu Xadago dank eines kleinen spezialisierten Marktes von Newron selbst vermarktet werden könnte. Folglich wird der Ausgang der Studie zum Präparat für den weiteren Kursverlauf der Titel entscheidend sein.

Abgesehen davon besteht bei Biotech-Gesellschaften von der Grösse Newrons jederzeit das Risiko einer weiteren Kapitalerhöhung zwecks der Weiterentwicklung des Unternehmens.

Die komplette Historie zu Newron finden Sie hier. »