Märkte / Makro

Erholung des Welthandels skizziert ein V

Der globale Handel schlägt sich in der Coronakrise besser als nach der Lehman-Pleite.

Für einmal erhalten die Optimisten Auftrieb: Beim weltweiten Güterhandel zeichne sich nach einem kräftigen Einbruch nun eine V-förmige Erholung ab. Das geht aus einer zu Wochenbeginn erschienenen Erhebung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) hervor. Der Aufschwung sei nicht nur von China getragen, das gleiche Muster gelte auch für den Handel der Eurozone.

Der globale Güterfluss lag im Juni noch 9% unter dem Niveau von Februar – nach einem Einbruch von 15% im April. Damit erhole sich der durch die Coronapandemie geschwächte Welthandel deutlich schneller, als dies im Anschluss an die Finanzkrise 2008/09 der Fall war. Damals dauerte es nicht nur deutlich länger, bis der Tiefpunkt erreicht war, auch der Aufschwung ging langsamer vonstatten. Erst acht Monate nach dem Lehman-Kollaps wurde der Talfahrt ein Ende gesetzt. «Der Welthandel scheint heute deutlich robuster zu reagieren», sagt IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. Statt eines U-förmigen Verlaufs der Krise deute sich eine schnellere Erholung in einem V-­förmigen Verlauf an. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?