Besonders mit Blick auf die Schwellen- und Entwicklungsländer ist der Kampf gegen das Coronavirus noch lange nicht gewonnen. Doch wirtschaftlich geht es wieder aufwärts, und zwar schneller als nach der Finanzkrise 2008/09.

Das verdeutlichen die Einkaufsmanagerindizes (Purchasing Managers’ Indices, PMI) der Industrie, also jenem eher zyklischen Teil der Wirtschaft, der stark globalisiert und kaum von der Pandemie betroffen ist, da seit dem Abflauen der ersten Ansteckungswelle die Fabriken offen sind und Güter stets über Grenzen hinweg zirkulieren konnten.

Der globale, nach Wirtschaftsleistung der Länder gewichtete Industrie-Einkaufsmanagerindex von JPMorgan ist gegenüber März von 55 auf 55,8 gestiegen – der höchste Wert seit zehn Jahren. In allen grösseren Volkswirtschaften ausser Mexiko notiert der Indikator über der kritischen Grenze von 50. Regional hat der Frühindikator zum Teil Höhenrekorde gebrochen, während die Erholungsdynamik in China an Kraft verliert.

Schweizer PMI auf Allzeithoch

In der Impfkampagne liegt Europa – mit Ausnahme von Grossbritannien – gegenüber den USA im Rückstand, und die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal noch geschrumpft. Doch der Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe ist durch nichts zu bremsen. Industriebetriebe erfreuen sich einer enormen Nachfrage aus dem In- und Ausland, sodass es immer öfter zu Lieferengpässen kommt und die Einkaufspreise steigen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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