Unternehmen / Finanz

Ermottis UBS ist zu statisch

Der abtretende Konzernchef hat UBS auf einen soliden Weg gebracht. Allerdings wirkt die Bank heute zu wenig dynamisch.

«Alle schönen Träume haben ein Ende», sagte Sergio Ermotti gestern vor den Medien. Nach neun Jahren tritt Ermotti ab, der erste UBS-CEO seit langer Zeit, dessen Rücktritt nicht in Verbindung mit einer Krise steht.

Ob er einen Sitz im UBS-Verwaltungsrat anstrebt, liess Ermotti offen. Er werde dieses Jahr sechzig, das sei ein guter Zeitpunkt, um noch etwas Neues in Angriff zu nehmen. Im Bankenbereich gibt es keine spezifischen rechtlichen Bestimmungen der Finanzmarktaufsicht für das sogenannte Cooling-off von Gewährsträgern. Der direkte Aufstieg eines CEO zum VR-Präsidenten ist aber nicht erwünscht, es muss mindestens ein Jahr dazwischen liegen.

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Leser-Kommentare

Markus Fischer 20.02.2020 - 18:58
Das Hauptproblem der UBS liegt beim Bonuspool, der in einem krassen Missverhältnis zu den erwirtschafteten Erträgen stand die letzten Jahre, was hauptsächlich zu einem viel zu hohen Cost- / Income Ratio führte. Darunter litt die Profitabilität und dadurch der Aktienkurs, der trotz soliderer Bilanz unter das P/B von 15.- fiel, welches ein deutlicher Vertrauensverlust in die Führungsorgane aufzeigt und für… Weiterlesen »