Unternehmen / Energie

Erneuerbare Energien – jetzt erst recht?

Wind- und Solaraktien haben auf breiter Front stark korrigiert. Zinsängste waren nur ein Anlass von vielen.

Die Reaktionen auf die jüngsten Pläne der amerikanischen Notenbank Fed zu drei Zinserhöhungen im laufenden Jahr waren harsch. Aktien im Bereich erneuerbare Energien wurden hart getroffen; der an der Börse gehandelte Solarfonds Invesco Solar ETF verlor seit Jahresbeginn 10%, der breiter aufgestellte iShares Global Clean Energy ETF etwas weniger.

Die Preisfrage für Investoren ist jetzt: Wo war die Reaktion zu harsch? Die Meinungen der Analysten gehen auseinander. Markus Mayer von Baader Helvea: «Die Korrekturen bei der Windenergie waren einen Tick zu stark. Die Nachfrage ist nach 2020 massiv eingebrochen, aber das ist mittlerweile in den Schätzungen drin. Im zweiten Halbjahr 2022 wird China wieder mehr Windenergieanlagen bauen. Davon wird Gurit mit dem hohen Windexposure besonders profitieren.»

Wann baut China wieder mehr Windkraftwerke?

China will bis 2030 immerhin 25% des gesamten Energiebedarfs mit Solar- und Windkraftanlagen decken. 2020 war auf dem Weg zu diesem Ziel ein Rekordjahr; es wurden Windräder mit zweiundsiebzig Gigawatt (GW) zugebaut, weltweit waren es gemäss Internationaler Agentur für erneuerbare Energien 111 GW. Wegen auslaufender Förderprogramme brach 2021 die chinesische Aktivität jedoch ein.

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