Unternehmen / Konsum

Erste Erholung erkennbar bei LM Group

Im Juni sieht der Online-Reiseanbieter einen deutlichen Aufwärtstrend. Zuvor sind die Buchungen 90% eingebrochen.

(AWP) Der Online-Reiseanbieter LM Group (LMN 18.55 1.64%) sieht in der Coronakrise erste Anzeichen einer Besserung. In den letzten neun Wochen sind wegen den Pandemie die Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 90% eingebrochen. Nun verzeichnet die Gruppe in den ersten Junitagen eine klare Erholung.

In der dritten Juniwoche lagen die Volumina bei den Buchungen gegenüber dem Vorjahr zwar noch immer um 59% unter dem Vorjahreswert, wie die LM Group am Donnerstag mitteilte. Der Wert liege aber über den jüngsten Prognosen, die von einem Minus von 90 bis 95% zum Monatsende ausgegangen seien.

Die Gruppe sieht darin denn auch bereits einen Erfolg. Zudem stiegen auch die verfügbaren Barmittel wieder an, heisst es weiter. Nach dem von März bis Mai andauernden Einbruch stimme dies mit Blick auf den Semesterabschluss zuversichtlich.

Normalität noch immer in weiter Ferne

«Wir registrieren handfeste Anzeichen eines Aufschwungs, der scheinbar früher eintritt als erwartet», wird Marco Corradino, CEO von lastminute.com, im Communiqué zitiert. Dennoch bleibe die Normalität noch in weiter Ferne. Von den Volumina von 2019 sei man noch immer weit weg, räumte denn auch Corradino ein.

Zudem gehe er davon aus, dass dies auch im zweiten Semester so bleibe. So würden denn auch weiterhin bereits initiierte Massnahmen vorangetrieben, um die Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und die Kosten zu reduzieren.

Rückerstattung bei Stornierung bleibt schwierig

Auch um Probleme mit Lieferanten will sich die Gruppe kümmern, um Rückerstattungsprozesse klarer und schneller zu gestalten. Offenbar bleibt das Prozedere bei Rückerstattungen für stornierte Buchungen aber schwierig. In erster Linie liege das an der langsamen Reaktion der Fluggesellschaften auf Kundenanliegen, heisst es dazu.

Die LM Group will nun aber «alle möglichen Hebel» in Bewegung setzen, um die «riesige Anzahl» von Anfragen und Forderungen der Kunden zu bewältigen. Die «sehr komplexen» Mechanismen bei Rückerstattungen sollen nun effizienter gestaltet werden.