Unternehmen / Ausland

Greenwashing: «Es drohen hohe Bussen»

Gemäss Philipp Aeby, CEO von RepRisk, wird sich die Finanzindustrie mit falschen Nachhaltigkeitsbehauptungen die Finger verbrennen.

Nachhaltigkeit gehört heute zum Investment-Mainstream. Gleichzeitig wird den Behauptungen vieler Vermögensverwalter, ihre Assets nachhaltig anzulegen, immer häufiger mit Skepsis begegnet. Das ist verständlich, wenn man die Nonchalance beobachtet, mit der Banken wie die UBS gewisse Vorsorgeprodukte scheinbar mühelos auf Nachhaltigkeit umstellen oder die Sustainability-Indizes der SIX kaum von herkömmlichen zu unterscheiden sind.

Wenn Whistleblower bei Fondsanbietern wie DWS oder BlackRock Nachhaltigkeitsversprechen als Greenwashing entlarven, ist offensichtlich: Etwas ist faul mit vielen Produkten, die sich ESG (Environmental, Social, Governance) auf die Fahnen schreiben. Greenwashing, also die Behauptung, einen nachhaltigen Ansatz zu verfolgen, ohne es wirklich zu tun, ist verbreitet. Einer, der den ESG-Boom seit den Anfängen begleitet und sich entsprechend in der ESG-Welt auskennt, ist Philipp Aeby, Mitgründer und CEO des Datenanbieters RepRisk.

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Leser-Kommentare

Jean Ackermann 10.11.2021 - 12:00
Herr Mordell zeigt hier auf dass, wie schon in anderen gesellschaftlichen Bereichen, zukünftig eine bürokratische Beamtenclique, in der Regel mit staatlichem Rückhalt, gottähnlich, bestimmen wird was gut und böse ist. Für solche Einschätzungen, Urteile und Verurteilungen, mit den meist folgenden happigen Bussen, sollten eigentlich solche Götter etwas von der Sache verstehen. Es ist zu bezweifeln, dass solche Leute irgend etwas… Weiterlesen »