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«Es droht ein Zombie-Markt»

Mohamed El-Erian, ökonomischer Chefberater der deutschen Allianz-Gruppe, fürchtet den strukturellen Schaden der Coronaviruspandemie.

Wenn Mohamed El-Erian spricht, horchen Anleger auf. Der ökonomische Chefberater der deutschen Allianz-Gruppe ist einer der einflussreichsten Vordenker in Finanz- und Wirtschaftsfragen. 2009 prägte er den ­Begriff New Normal – ein Wirtschafts­umfeld mit schwachem Wachstum und niedrigen Zinsen. Nun fürchtet er als Folge von Corona ein neues New Normal: ein von neuen strukturellen Veränderungen gedämpftes Wachstumsumfeld.

Herr El-Erian, was bereitet Ihnen derzeit am meisten Sorgen?
Die Gefahr, dass die kurzfristigen Probleme für Wirtschaft und Gesellschaft strukturelle Schäden verursachen werden.


Zur Person

Mohamed El-Erian ist der Spitzendiplomat der Finanzmärkte. Der 61-Jährige stand unter anderem dem globalen Entwicklungsrat von US-Präsident Barack Obama vor (2012 bis 2017), leitete das operative Geschäft des US-Bond-Riesen Pimco, war mit dessen Gründer Bill Gross zudem Co-CIO (2007 bis 2014) und verwaltete das Stiftungsvermögen der Universität Harvard. Der Sohn eines ägyp­tischen Diplomaten promovierte an der Universität Oxford in Ökonomie, verfasste diverse Bestseller – sein letztes Werk erschien 2016 unter dem Titel «Aufstieg und Fall der Zentralbanken» – und lebt mit seiner Familie in Südkalifornien. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Tobias Schait 25.04.2020 - 10:30
Aktien preisen wohl die Prämie ein, dass Sie in einem (teilweise wahrscheinlichen) Inflationsszenario besser abschneiden werden als Cash. Darum ist die Bewertung von Unternehmen, welche defensiv und nachhaltig sind, höher als die Gewinnerwartungen es vorgeben. Unterbewertet sind meiner Meinung nach Zykliker mit dickem Kapitalpolster. Diese haben aufgrund der Konjunkturerwartung übermässig korrigiert, preisen aber die Prämie für den Inflationsschutz nicht ein… Weiterlesen »