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«Es gibt inzwischen breite Kritik an der Marktwirtschaft»

Professor Christoph Schmidt äussert sich im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» über die wirtschaftspolitischen Herausforderungen der jetzigen und der künftigen Regierung in Deutschland.

Dieter W. Heumann

Im September wählt Deutschland ein neues Parlament. Der Präsident des fünfköpfigen deutschen Sachverständigenrats – eines renommierten Wissenschaftsgremiums, das die Regierung berät – mahnt Regierung und Opposition zu verant­wortungsvollen und transparenten wirtschaftspolitischen Vorschlägen.

Professor Schmidt, die öffentlichen Haushalte haben von der guten Konjunktur der letzten Jahre profitiert. 2014 werden für den Bund Überschüsse erwartet. Doch Sie warnen vor zu viel Euphorie. Warum?
In Deutschland hat die Steuerquote, also die Steuereinnahmen im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt, 2012 einen Spitzenwert von 23,4% erreicht. Trotzdem gibt es eine Steuererhöhungsdebatte. Dies gibt uns Anlass zur Warnung, denn Deutschland hat auch in den nächsten Jahren kein Einnahmenproblem.

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