Die drei Weisen aus dem Morgenland schenkten einst dem Kindlein der Maria «Gold (Gold 1'746.54 +0.58%), Weihrauch und Myrrhe». Was Wunder, dass Gold zu Weihnachten auch heute noch edel wirkt. Am elegantesten ist das Präsent fürs Patenkind in Form von Bullionmünzen, also Anlagemünzen für den Tresor: Der Preis für eine solche Münze setzt sich zusammen aus dem reinen Materialwert plus einem geringen Aufschlag für die Prägung; oft sind Anlagemünzen auch gesetzliches Zahlungsmittel, doch liegt bei Bullionmünzen aus Gold, die einen Nennwert aufgeprägt haben, der tatsächliche Wert stets viel höher. Es gibt eine Reihe von Standard-Bullionmünzen – von nationalen Münzprägeanstalten hergestellt in unterschied­lichen Grössen, Stückelungen und Feinheiten und in hohen Auflagen –, die weltweit von Händlern oder Banken zu einem Preis nahe dem aktuellen Goldkurs akzeptiert werden; sie eignen sich somit als Investment in physisches Gold. Der Klassiker ist der südafrikanische Krugerrand, ein ähnliches globales Renommee geniesst der kanadische Maple Leaf. Die auflagenstärkste Münze Europas ist die Wiener Philharmoniker (seit 1989, die erste auf Euro lautende Bullionmünze). Der Buffalo und der Gold Eagle sind in den USA populär. Doch ehret heimisches Schaffen: Das Goldvreneli, in der Schweiz bis 1949 geprägt, verleiht der Bescherung hierzulande erst den richtigen Glanz.