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«Es ist offen, ob wir China einholen»

William Galston, Professor der Staatswissenschaften, gibt dem Krieg gegen den Terror eine Mitschuld am Niedergang der USA.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Vereinigten Staaten nachhaltig verändert. Doch nicht nur die Anschläge selbst, sondern auch die Antwort der Amerikaner hat in den Augen von William Galston Spuren hinterlassen. Laut dem Professor hat der Fokus auf den Krieg gegen den Terror zum Niedergang der USA beigetragen. Nicht nur hat er Ressourcen verschwendet, das Vertrauen in die Regierung untergraben und das Volk gespalten. Der Krieg gegen den Terror hat auch von der grössten ­Herausforderung abgelenkt: dem Aufstieg Chinas. Heute ist das Reich der Mitte mächtiger als zuvor und stellt die Vereinigten Staaten vor grosse Probleme. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Christoph Saetteli 10.09.2021 - 18:56
Der Niedergang von Imperien zuerst die Hybris dann die Spaltung dann der Niedergang. Ich frage mich wieso in den letzten 5 tausend Jahren jedes Imperium in diese Falle getappt ist. Die Stärke Chinas und Russlands spiegelt das politische Versagen der Westmächte in den letzten 20 Jahren, in den Bereichen Wissenstransfer von Schlüsseltechnologien, groteske Fellallokation von Ressourcen, Medien die politische Spaltung… Weiterlesen »
Franz Zwick 11.09.2021 - 13:07
Das Problem des Westens mit China betrifft nicht nur Amerika, sondern die gesamte restliche industrialisierte Welt. Die Chinesen sind uns weit überlegen. Wieso? Wir alle sind fixiert auf Quartalsergebnisse – Shareholder’s Value lässt grüssen. China denkt viel langfristiger: In Fünfjahres- ja Zehnjahresplänen und länger. Bei dieser Denkweise sind kleine temporäre Rückschläge problemlos zu verkraften, da die Langfristigkeit zählt. Somit ist… Weiterlesen »