Märkte / Makro

ETF-Boom schürt Sorgen um zu starke Ballung

Immer mehr Aktien werden von Indexfonds gehalten. Das kann die Liquidität einschränken.

Kotierte Indexfonds gehören auf den Finanzmärkten zu den grossen Erfolgsgeschichten der letzten Jahre. Rund 5 Bio. $ sind inzwischen weltweit in solchen Exchange Traded Funds (ETF) angelegt, der grösste Teil in Aktienvehikeln. Obschon sich jüngst die Wachstumsraten abgeschwächt haben, ist ein Ende des Trends nicht in Sicht.

Dass immer mehr Investoren auf passive Anlageprodukte wie ETF setzen, hat gute Gründe: Einerseits ermöglichen sie einen kostengünstigen und transparenten Zugang zu zahlreichen Märkten. Andererseits können Anleger diese Wertschriftenkörbe jederzeit über die Börse handeln.

Kritische Stimmen

Der Boom hat allerdings auch Kritiker auf den Plan gerufen. In einer Analyse kommt der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) zum Schluss, dass das steigende ETF-Investitionsvolumen das Herdenverhalten im Markt begünstigt. Bewegungen würden verstärkt – sowohl gegen oben als auch gegen unten. Denkbar ist etwa, dass solide Valoren wie Nestlé unter Druck geraten, wenn Investoren aus Angst vor einem Wirtschaftsabschwung die Indexfonds abstossen – selbst wenn das Geschäft des Lebensmittelkonzerns eigentlich wenig konjunktursensitiv ist.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.