Unternehmen / Technologie 16:06 - 30.08.2016

Apple droht Milliarden-Nachzahlung im Steuerstreit mit der EU

Bis zu 13 Mrd. $ werden laut EU fällig, weil Irland den Tech-Konzern bevorzugt hat – doch der Staat will das Geld gar nicht. Die Börse blickt indes auf anderes.
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Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
CEO
Angelsächsische Kürzel für Unternehmenschef (Chief Executive Officer), Leiter der Finanzabteilung (Chief Financial Officer), Leiter Anlagestrategie (Chief Investment Officer) sowie Leiter operatives Geschäft (Chief Operating Officer), die gemeinsam die Geschäftsleitung bilden.
EU
Supranationale Organisation (früher Europäische Gemeinschaft), in der 27 europäische Staaten zusammengeschlossen sind. Pfeiler ist die wirtschaftliche Integration. Die wichtigsten Errungenschaften sind der Binnenmarkt und der Euro .
Eurozone
Von elf Staaten der Europäischen Union per 1. Januar 1999 realisierter Zusammenschluss (seit 2001 auch Griechenland, seit 2007 Slowenien, seit 2008 Malta und Zypern). Die Teilnehmer haben die geldpolitische Kompetenz der EZB übertragen. Die nationalen Währungen wurden gegeneinander (Wechselkursverhältnisse) und gegenüber der Einheitswährung Euro fixiert.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Aktienkurs im Verhältnis zum erwirtschafteten oder erwarteten Gewinn pro dividendenberechtigte Aktie . Die Kennzahl zur Aktienbewertung gibt an, wie viel Mal der Gewinn pro Aktie im Aktienkurs enthalten ist. Anhand des KGV können verschiedene Titel innerhalb einer Branche verglichen werden.

Steuerabsprachen zwischen Apple und Irland sind illegal. Der US-Hightech-Konzern muss bis zu 13 Mrd. $ an Abgaben zuzüglich Zinsen für die Jahre zwischen 2003 und 2014 zurückzahlen. So lautet der Entscheid der Wettbewerbskommission der Europäischen Union nach langwierigen Untersuchungen. Ob Apple wirklich zahlen muss, bleibt indes ungewiss. Sowohl das Management des Tech-Unternehmens als auch die irische Regierung wollen den Entscheid anfechten. Derweil nimmt Brüssel schon die nächsten vorgeblichen Steuerdeals ins Visier.

Die Abgaben für Unternehmen in Irland sind weltweit am niedrigsten. Sowohl die Steuern in der Schweiz als auch die in der Eurozone und erst recht im Apple-Heimatmarkt USA sind deutlich höher. Die Wettbewerbskommission wirft der irischen Regierung aber noch einmal eine besondere Bevorzugung von Apple vor. So sei durch eine besondere Konstruktion mit Scheinfirmen der Steuersatz weiter gedrückt worden, beispielsweise im Jahr 2014 auf nur noch 0,005% auf den in Europa erzielten Gewinn, hat die EU-Kommission ausgerechnet. Vergangenes Jahr hat Apple das beanstandete Firmengeflecht aufgelöst.

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