Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Brexit
Märkte / Makro

EU ohne UK: Budgetstreit ist in vollem Gange

Mit dem Vereinigten Königreich verliert die EU den zweitgrössten Nettozahler. Die Lücke muss gestopft werden; wie, ist noch unklar.
Dies ist der vierte Teil einer fünfteiligen Serie.

Die britischen Gemüter haben sich in den vergangenen Wochen wieder erhitzt. Viele Bürger hatten gefordert, dass die Glocke Big Ben in der Nacht auf den 1. Februar läuten solle, um den Austritt zu würdigen. Allerdings wird die berühmte Glocke seit 2017 restauriert. Eine schnelle Instandsetzung würde 500 000 £ verschlingen. Die rasch ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne beurteilte das Parlament als nicht rechtens. Damit starb diese Initiative.

Eine Kostenfrage stand schon zu Beginn der Brexit-Odyssee im Fokus: die Finanzierung des EU-Haushalts. Die Befürworter des Austritts behaupteten vor dem Referendum im Jahr 2016, das Vereinigte Königreich müsse wöchentlich 350 Mio. £ nach Brüssel überweisen. Dabei wurde geflissentlich übersehen, dass der sogenannte Britenrabatt – noch ausgehandelt auf Betreiben der Regierungschefin Margaret Thatcher im Jahr 1984 – die eigentlichen Beitragszahlungen deutlich reduziert. Darüber hinaus hatten die Vertreter der Leave-Kampagne die Bruttobetrachtung angestellt und die empfangenen Zahlungen aus dem EU-Topf nonchalant unterschlagen.

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